Aufbau des Studiums

FK08 - Kartographie und Geomedientechnik (Bachelor of Engineering) Vollzeit

Der Studiengang Kartographie|Geomedientechnik wird der heutigen durch elektronische Medien geprägten Informationsgesellschaft gerecht, da er eine auf diese Bedürfnisse zugeschnittene, ungewöhnlich breit gefächerte Ausbildung anbietet.
Die Kombination von kartographischen Gestaltungsmethoden mit geomedientechnischen Inhalten ist im deutschsprachigen Raum in dieser Form einzigartig und stellt ein besonderes Charakteristikum des Studiengangs dar.


Der Studiengang mit dem Abschluss Bachelor of Engineering umfasst 7 Semester und beinhaltet ein Praxissemester im 5. Studiensemester. Ein Vorpraktikum ist nicht erforderlich. Im Anschluss kann der fakultätseigene Masterstudiengang Geomatik belegt werden.


Die Konzeption des Bachelor-Studienganges Kartographie|Geomedientechnik beruht auf fünf Säulen unterschiedlicher Kompetenzen (s. Abb. Säulenmodell), wobei sich jede Säule über alle Semester erstreckt und von allen Studierenden in gleicher Weise bis zum 6. Semester durchlaufen wird. Im 5. Semester ist ein praktisches Studiensemester obligatorisch. In der Modulmatrix sind die einzelnen Module entsprechend ihrer Zugehörigkeit zu einer der fünf Säulen eingefärbt (Kartographie, Geomedientechnik, Geoinformatik, Geographie, Grundlagen).


Im 7. Semester wird die Kompetenzbildung durch drei frei wählbare Module aus den vier Säulen abgerundet, womit Sie gemäß Ihrer eigenen Interessen Ihre Kenntnisse vertiefen können.


Säule 1: Kartographie


Die kartographische Säule beinhaltet alle Grundlagen und Vertiefungen, um Sie in die Lage zu versetzen, Daten mit Raumbezug zu Karteninformationen zu verarbeiten und mit Hilfe kartographischer Methoden und Werkzeuge zu visualisieren. Über die Visualisierungstechniken hinaus ist die Kartosemiotik ein wichtiger Baustein für eine funktionierende Kommunikation zwischen Mensch (Nutzer) und Medienprodukten.
Die Nutzung von Geoinformationen aus Geoinformationssystemen (GIS) und die interaktive Anwendung von Web-Technologien und Location Based Services sind integrale Bausteine für die kartographische Kommunikation und Visualisierung von Rauminformationen.


Säule 2: Geomedientechnik


Die Säule Geomedientechnik eröffnet und vertieft den Zugang zu allen Bereichen der Medientechnik, von der Aufnahme digitaler Daten über ihre crossmediale Bearbeitung bis zur Ausgabe (Printkarte, Digitale Karte bzw. Interaktive Geovisualisierung). Dabei steht die Erstellung und Verarbeitung von Medien, wie z.B. digitale Fotos, Computergrafiken, Computeranimationen, 3D-Modelle, Texte, Audio- sowie Video-Sequenzen und deren Einbettung in informationstechnische Anwendungen mittels interaktiver Programmiertechniken, oder deren Vorbereitung für den Druck, im Vordergrund.


Säule 3: Geoinformatik


Die Säule Geoinformatik repräsentiert den weiten Bereich des Geodatenmanagements und der Informatik mit einem Focus auf raumrelevante Daten sowie die Verarbeitung und Nutzung von Geoinformationen mit den Methoden der Informationstechnologie. Für individuelle Analysefunktionen bzw. jegliche Art von Interaktion in Geovisualisierungen sind Programmierkenntnisse und Fähigkeiten eines effizienten Geodatenmanagements unerlässlich. So gehören zu diesem Angebot Module der Informatik bzw. Geoinformatik, wie z.B. Softwareentwicklung, Geodatenbanken, Geoinformationssysteme oder das neue Modul GeoApp-Enwicklung.


Säule 4: Geographie


Mit der Säule Geographie werden über drei Geowissenschaftenmodule grundlegende Phänomene und Aspekte der Physischen Geographie und der Humangeographie thematisiert, die typischerweise bei Geovisualisierungen integraler Bestandteil oder Thema eines kartographischen Produktes sein können. Da ein qualitativ hochwertiges Kartenprodukt ein umfassendes Verständnis der zu visualisierenden Informationen und Phänomene voraussetzen sollte, sind diese geographischen Grundkenntnisse sehr hilfreich. Darüber hinaus eröffnen mit Fernerkundung und Photogrammetrie sowie Fernerkundungskartographie die beiden weiteren Module dieser Säule weitreichende Möglichkeiten bei der Aufbereitung und Visualisierung von Fernerkundungsdaten.


Säule 5: Grundlagen


Allgemeines Basiswissen, wie z.B. adäquate mathematische Grundkenntnisse oder betriebswirtschaftliche Grundlagen sowie das Modul Geodätische Objekterfassung runden mit der Säule Grundlagen das inhaltliche Spektrum des Studiengangs ab und legen das Fundament für eine adäquate fachliche Vertiefung, wie z.B. mathematische Grundlagen, auf denen fortgeschrittene Geoinformatikmodule und auch das Modul Geo-Bezugssysteme aufbauen.


Das Studium umfasst sechs theoretische sowie ein praktisches Studiensemester und wird mit der Bachelorprüfung abgeschlossen. Im ersten Studienabschnitt (1. und 2. Semester) bilden neben den mathematischen und physikalischen Grundlagen die fachlichen Grundlagen aus den Bereichen Kartographie, Geowissenschaften, Geomedientechnik und Informatik den Schwerpunkt der Lehrveranstaltungen. Im zweiten Studienabschnitt (3., 4. und 6. Semester) werden die fachlichen Kenntnisse vertieft und durch weitere Module, wie z.B. Photogrammetrie, Geoinformatik, Fernerkundung, Geobezugssysteme und Betriebswirtschaft erweitert.



Das 5. Semester ist ein Praxissemester.


Das 19-wöchige Praktikum ist Teil Ihres Studiums und wird in einem Betrieb, einer Firma oder einer Institution absolviert. Sie erhalten eine Liste mit Adressen, sind jedoch angehalten, sich ihr Praktikum nach eigenen Interessen zu suchen. Während des Praktikums lernen Sie die Organisation in einer Firma kennen und führen ingenieurnahe Tätigkeiten aus. Hierzu sind neben den fachlichen Kenntnissen auch eigenverantwortliches Arbeiten, Teamfähigkeit und soziale Kompetenz gefordert.



Im 7. Semester werden verschiedene Wahlpflichtmodule angeboten, die unterschiedliche Kompetenzfelder betreffen. Damit sollen u. a. fächerübergreifende Zusammenhänge erfahrbar gemacht werden und zudem wird Ihnen hiermit ermöglicht, sich je nach persönlichen Interessen weiter zu spezialisieren. Hierbei müssen drei Module aus einem Angebotspool gewählt werden. Die übrige Zeit des Abschluss-Semesters steht für die Anfertigung der Bachelorarbeit zur Verfügung. Mit ihr sollen Sie zeigen, dass Sie in der Lage sind, ein fachbezogenes Problem selbständig und praxisnah zu bearbeiten.


Studienberatung

Prof. Dr. Markus Oster
Raum: F 125

Tel.: 089 1265-2662
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Praktikantenbetreuerin

Prof. Dr. Eva Maria Forster
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