Praktikumsberichte

Auslandssemester in Perugia (Italien)

08.10.2018 – 10.03.2019


Unternehmen: Gusto Italian Design Studio SRL


Erfahrungsbericht von Alexandra Frey



Im Rahmen meines Studiums an der Fakultät 08 der Hochschule für angewandte Wissenschaften habe ich mich dazu entschieden das Praxissemster (5. Semester) im Ausland zu verbringen.



Die Stellenausschreibung habe ich online über das Portal LinkedIN gefunden. Bei dieser Plattform bin ich schon länger Mitglied und wollte auch für mich selbst ausprobieren, ob ich neben tausend anderen Bewerbern eine Chance im Bereich Graphikdesign und Projektmanagement habe. Als Kartographie|Geomedien-technik - Studentin gehört es nicht zu den üblichen Bereichen. Dennoch hat es mich diese Kombination sehr angetan und es hat mich, nach einigen Absagen, umso mehr gefreut, dass ich zu einem Bewerbungsgespräche eingeladen wurde.



Die Praktikumsstelle war für den Standort München ausgeschrieben, aber mit dem Benefit auch in Italien arbeiten zu können. Nachdem ich zum Bewerbungs-gespräch eingeladen wurde, hat sich sehr schnell herausgestellt, dass die deutsche Niederlassung sehr gerne eine deutschsprachige Praktikantin auch in Italien haben möchten. Deshalb habe ich mich mit Abstimmung der Personalabteilung und dem deutschen Geschäftsführer dazu entschlossen, das Praktikum komplett in Italien zu absolvieren.



Meine Hauptaufgaben bestanden darin, die deutschsprachigen Kunden von Italien aus zu betreuen und alle anfallenden Arbeiten zu erledigen. Falls ich jedoch einmal ein Problem haben sollte oder meine Softkills in Photoshop nicht ausreichen waren, war immer ein Kollege da, den ich um Hilfe bitten konnte. Meine Aufgaben erstreckten sich über die Verwaltung der Word-Press-Seiten, welche teilweise komplett überarbeitet oder auch vom neuen erstellte werden musste, zu Druckdateien, die mit InDesign und Illustrator angefertigt wurden und Kundenterminen, die meistens per Telefon oder Videochats durchgeführt wurden.



Die Entscheidung darüber, ob ich mein Praxissemester in Italien machen sollte oder nicht, wurde mir, von der Firma abgenommen. Einmal aus dem Grund, dass laut offizieller Stellungnahme des Chefs die Firmensprache Englisch ist, ich in der Firmenwohnung in Perugia wohnen kann, mir ein Auto zur Verfügung gestellt wird und dass ich monatlich ein kleines Taschengeld erhalten sollte.



Durch die festgelegten Rahmenbedingung fiel es mir, mit Absprache von meinem Partner und meiner Familie, nicht schwer, den Praktikumsplatz bei Gusto anzunehmen.



In meinem Auslandspraktikum gelernt, es war super so viele neue Leute kennen zu lernen und die Menschen und die Kultur in Italien finde ich einfach super. Eine Sache ist für Umbrien im Winter noch sehr wichtig: Es kann auch sehr kalt und windig werden. In den meisten Häusern/Wohnung gibt es nur eine Art Lüftung, welche man auch von Hotelzimmern kennt, die im Sommer auf kalt und im Winter auf warm gestellt werden können. Die Fenster sind meist auch sehr einfach gehalten, sodass die „Wärme“ der Lüftung sofort wieder nach draußen zieht. Ich persönlich würde einen Aufenthalt im Winter in Perugia nicht empfehlen oder mir für das nächste Mal wärmer Kleidung mitnehmen.



Worüber ich mich aber gar nicht beschweren kann, war die Betreuung, die ich vor Ort hatte und jederzeit mein deutscher Chef mir zur Seite gestanden hat. Ich habe mich diesbezüglich in der Firma rundum wohlgefühlt.



Für meinen Praktikumsstart in Perugia bin ich mit meinem Partner bereits am Wochenende vorher mit Sack und Pack mit dem Auto nach Perugia gefahren. Für die Fahrt von ungefähr 9h mit Maut, Vignette und Benzin haben wir ca. 200€ bezahlt. An Weihnachten bin ich mit dem Zug zurück nach München und habe hierfür für ein Ticket in 1. Klasse 112,80€ gezahlt. Mit der App Trainline konnte man sehr gute und preiswerte Verbindungen finden. Als Verbindung von München nach Perugia würde ich wieder den Zug nehmen. Der Flug von München nach Rom wäre zwar günstiger, aber von Perugia nach Rom sind die Verbindungen leider nicht so gut, sodass es zeitlich fast keinen Unterschied ausmacht.



Zusammenfassend war mein Praktikumsaufenthalt in Perugia von einer starken Lernkurve geprägt, die ich auf jeden Fall positiv bewerte. Ich habe in den 19 Wochen bei dem Unternehmen Gusto sehr viel gelernt, konnte mich in neue Arbeitsweisen eindenken und habe erfahren, wie unterschiedlich verschiedene Nationen arbeiten. Es freut mich sehr, dass mir diese Möglichkeit angeboten wurde und ich sie durch die Unterstützung von Gusto, der HM und meiner Familie und Freunden auch realisieren konnte.



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